Habicht mit Schrotladung abgeschossen

Nachdem die Weinheimer Nachrichten (www.wnoz.de) am 07. August über den Abschuss eines Habichtweibchens berichteten, veröffentlichte der Verein folgende Pressemitteilung.

Presseinfo BI Gegenwind Weinheim 16.8.2018

Hier noch einmal in Kürze die Fakten des Vorfalls:

  • der Beauftragte der staatlichen Vogelschutzwarte für den Greifvogel- und Eulenschutz im Vorderen Odenwald vermutet ein totes Habichtweibchen in einem Nest beim Gorxenkopf (nahe der Landesgrenze, aber auf Weinheimer Gemarkung)
  • die Untersuchung des gefundenen Habichtkadavers (und der drei Eier) ergibt acht Schrotkugeln im Körper, ein gebrochener Flügel, sowie die Fraktur des Beckens. Die Schrotladung auf das Habichtweibchen im Anflug auf den Horst ließ das Tier dort verenden.
  • der Vogelschützer zeigt den illegalen Abschuss des nach dem Bundesnaturschutzgesetz besonders streng geschützten Habichts bei der Staatsanwaltschaft Mannheim an- dort läuft ein Verfahren gegen Unbekannt wegen Verstoßes gegen das Tierschutzgesetz.

Wie aus der folgenden Karte (der blaue Pfeil zeigt auf den Gorxenkopf) sehr gut ersichtlich ist, liegt der Horst ganz in der Nähe des FB 4, in dem die Stadt Weinheim bekanntermaßen das Landschaftsschutzgebiet aufheben will und ein Vorranggebiet für Windindustrieanlagen laut TFNP Windenergie plant! Diese räumliche Nähe des Habichthorstes zu dem geplanten FB 4 hat der Verein sowohl in der Pressemitteilung, als auch bei der Staatsanwaltschaft thematisiert. 

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Eine Antwort auf Habicht mit Schrotladung abgeschossen

  1. Detlev Schönhuber sagt:

    „Die Hitze- und Dürrewelle der vergangenen Wochen hat wieder einmal gezeigt, an welche Belastungsgrenzen unser Energieversorgungssystem durch die einseitige Ausrichtung auf Solar- und Windenergie stößt. Mittlerweile befasst sich auch die Wissenschaft mit den Ausbaugrenzen für Solar- und Windenergie.

    In Deutschland und Europa war der Sommer überdurchschnittlich heiß. Grund war, dass Europa wochenlang von sehr niedrigen Luftdruckunterschieden geprägt war. Wolken konnten sich kaum bilden, die Sonne beschien den ganzen Tag den Boden und erwärmte ihn stark auf. Auf der ganzen Nordhalbkugel waren die Wetterlagen bereits seit April 2018 ungewöhnlich stabil. Dies führte zu hohen Temperaturabweichungen, nach oben im Westen Nordamerikas, in Europa und im mittleren Sibirien, nach unten in Ostkanada und dem Nordatlantik sowie in Westsibirien. Auf diese Weise wurden jeweils feuchtkalte und trockenwarme Luftmassen immer wieder in die gleichen Regionen transportiert.

    Wie funktionierte nun die Stromversorgung während der Hitzewelle? Die Solarenergie konnte zwar lange Tagesstunden produzieren, in Zeiten großer Hitze sinkt aber der Wirkungsgrad der Solarzellen, so dass im Maximum nur ca. 29 GW produziert werden konnten, bei einer installierten Leistung von ca. 44 GW (Gigawatt, eine Leistungseinheit). Die Windenergie lebt ja bekanntlich von sich ändernden Wetterlagen, da dann die Luftmassen in Bewegung geraten und Wind erzeugen. Im Juli 2018 konnte daher im Vergleich zum Vorjahres-Juli 19% weniger Windenergie geerntet werden, obwohl die installierte Windenergie-Leistung in dem Zeitraum um 8% gestiegen ist (Quelle: Rolf Schuster).“

    https://deutscherarbeitgeberverband.de/energiefrage/2018/2018_08_11_dav_aktuelles_energiefrage_58_hochdruckwetterlagen.html

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