Heute in den WN

Folgende Artikel erschienen heute in den WN (www.wnoz.de)

„Für uns ist eine Welt zusammengebrochen“

Von unserem Redaktionsmitglied Nadine Kunzig

Wald-Michelbach. Die Hängematte schaukelt leicht im Wind. Auf dem gemähten saftigen Rasen, den am Rand zahlreiche Büsche und Blumen zieren, klafft ein großes braunes Loch. Ein gelber Bagger steht daneben und hat auf seinem Weg tiefe und matschige Abdrücke hinterlassen. Wo eigentlich ein Rückzugsort sein sollte, befindet sich eine Baustelle.

„Wir installieren gerade einen Brunnen. Das Plätschern soll die anderen Geräusche übertönen“, sagt Jürgen Vollmer aus Wald-Michelbach, der in seinem Garten steht und mit sorgenvollem Blick nach oben schaut. Zwei Windräder des Windparks „Stillfüssel“ stehen etwa 1100 bis 1200 Meter südwestlich von seinem Grundstück entfernt. Von einem dritten sieht er die Flügel.

Eigentlich sollte hier in Wald-Michelbach sein Paradies sein, im großzügigen Garten wollten sich er und seine Frau Jessica vom Berufsalltag erholen und Energie tanken. Bis Anfang des Jahres war das auch noch weitestgehend möglich. Jetzt aber ist „eine Welt für uns zusammengebrochen“. Flügelschläge der Windräder stören besonders in den Abend- und Nachtstunden die sonstige Ruhe.

Das ist zum Teil so unerträglich, dass Jürgen und Jessica Vollmer nachts nicht mehr schlafen können. „Das Regelmäßige macht einen verrückt“, sagt Jessica Vollmer und ihr Mann ergänzt: „Wir haben einen Teil unserer Lebensfreude verloren. Ich bin gereizter und angespannter, seit die Windindustrieanlagen in Betrieb sind.“ Bei hohem Windaufkommen hat er den Eindruck, „dass sich ständig ein Flugzeug hoch über dem Stillfüssel befindet“ 

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„Es fühlt sich an wie körperliche Folter“

Wald-Michelbach. Jürgen und Jessica Vollmer sind nicht die einzigen Wald-Michelbacher Bürger, die die Geräusche der fünf Windanlagen auf dem Gebiet „Stillfüssel“ beeinträchtigen. Auch Albert und Sabine Klos schließen sich an, die auf der anderen Seite des Berges – in Ober- Schönmattenwag – wohnen. Von dort sehen sie zwei Anlagen komplett und eine zur Hälfte. Das Haus liegt auf etwa 260 Meter Höhe. „Meine Frau und ich fühlen uns durch die 212 Meter hohen Anlagen, die auf einer Höhe von etwa 550 Meter gebaut wurden, optisch bedrängt“, sagt Albert Klos.

Er leidet unter Schlafstörungen verbunden mit Kopfschmerzen und innerer Unruhe. „Es fühlt sich an, als ob man am Flughafen wohnt, wobei dort die Nachtruhe durch Nachtflugverbot geschützt ist“, beklagt er. Denn eigentlich hat er sich in Schönmattenwag sein Leben eingerichtet, da es dort ländlich und ruhig ist.

„Da haben wir die aufwendigen Wegezeiten und -kosten gerne in Kauf genommen.“ Doch jetzt vermiesen die Windräder und deren Schallbelästigung sogar das Spazieren gehen. Besonders schlimm sei es, wenn sich die Windrichtung ändert und die Rotoren „ihre Idealausrichtung suchen“.

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Eine Antwort auf Heute in den WN

  1. Vera Tausendschön sagt:

    Dieser Wahnsinn geht leider weiter!

    „…Doch jenseits der energiepolitischen Debatten leidet das Land bereits unter
    einem handfesten Kollateralschaden: Deutschlands schöne Landschaft wird
    mit Windrädern zugestellt, zerschandelt, zerstört. Die weiten Weiten Nord-deutschlands sind zu blinkenden Windfarmen mutiert, ganze Dörfer werden
    von Stahltürmen umzingelt, sanfte Landschaftsprofile und Hügelketten sind zerschnitten und zu Trägerlafetten von Windrotoren degradiert.

    Es vollzieht sich die größte Naturzerstörung der deutschen Geschichte. Unser Landschaftsbild verliert ihr Antlitz und ihre Geborgenheit. Wie gierige Riesen-
    kraken reißen sie sich die letzten Haine und Lichtungen und Höhen, auf dass über keinen Wipfeln mehr Ruhe sei vor dem Rotor-Summen. Deutschland hat sich seiner Horizonte beraubt.

    Absurderweise ist diese Totalerklärung Deutschlands zum Gewerbegebiet aus-
    gelöst durch einen Naturschutzreflex der grünen Bewegung. Auf dem grünen
    Altar moralischer Selbstgefälligkeit wird ausgerechnet die Landschaft geopfert.
    Jeden Tag mit vier neuen Türmen.“

    https://www.theeuropean.de/wolfram-weimer/14134-windraeder-sind-teure-umweltzerstoerung

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