“Security im Wald?” “Security FÜR den Wald!”

…so kommentierte Ex- Landrat Wilkes die Bewachung der Rodungsflächen im Stilfüssel! (wir berichteten mit vielen Bildern)

RNZ: Mehrere Hundert Teilnehmer demonstrieren gegen Windräder (von Ulrich Willenberg)

Wald-Michelbach/Siedelsbrunn. Die Proteste gegen die geplanten Windkraftanlagen am “Stillfüssel” gehen weiter. Am Wochenende wanderten mehrere hundert Menschen hinauf auf den Berg oberhalb des lieblichen Eiterbachtals. Der Wald ist hier inzwischen großflächig gerodet, jetzt werden noch die Wurzeln herausgerissen. Um Platz zu machen für fünf Windräder, die der Energieversorger Entega errichten will.

….weiter auf der Seite der RNZ 

Frank Leutz, Daniela Ko, Alfred Schaller gefällt dieser Artikel
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Eindrücke vom Stillfüssel

DSC_38330_tnEinige Hundert Windkraftgegener nahmen heute an der Informationswanderung der BI Gegenwind Siedelsbrunn und Ulfenbachtal teil. Die Wanderung führte an allen Rodungsflächen vorbei. Das Ausmaß des zerstörten Waldes verschlug einem die Sprache! Das Wurzelwerk war aus dem “Wald”-boden gerissen und zur Entsorgung aufgeschichtet worden. Wenn man sich von dem Frevel abwendete, konnte man an manchen Stellen noch den vergangenen Zauber des Waldes am Höhenweg über den Stillfüssel spüren….

Die letzte Rodungsfläche mitsamt der Maschinerie der Zerstörung wurde von Sicherheitspersonal bewacht und durfte nicht betreten werden.

Direkt neben dieser Rodungsfläche fand die Informationsveranstaltung der Bügerinitiativen statt.

 

Jürgen Günther, Günter Heymanns, Chri Sta gefällt dieser Artikel
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Mitgliederversammlung des Landesverbandes baden-württembergischer Bürgerinitiativen

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Landesverband Gegenwind Baden-Württemberg weiterhin stark aufgestellt
!

Am 13.05.2017 fand die ordentliche Mitgliederversammlung des Landesverbandes baden-württembergischer Bürgerinitiativen gegen Windkraftanlagen in Natur- und Kulturlandschaften e.V. (www.lvbw-wka.de) in Neuenbürg bei Pforzheim statt. Auf der Tagesordnung stand auch die turnusmäßige Neuwahl des Vorstands. Zahlreiche dem Landesverband als Mitglieder anhörenden Bürgerinitiativen waren mit einem oder mehreren Vertreter erschienen.

Der Vorstand, bestehend aus Matthias Kraus als Vorsitzendem und Thomas Supper als Vorstand Finanzen, stellte rückblickend im Geschäftsbericht insbesondere die erfolgreiche Beratung und Förderung sowohl von Mitgliedern als auch neu gegründeten Bürgerinitiativen (BI) heraus, sowie die in Zusammenarbeit mit der Kanzlei Caemmerer&Lenz, Karlsruhe erstellten Gutachten zu den beiden Themenkomplexen Artenschutz und Landschaftsschutz. Diese waren von den BI, denen die Gutachten zur Verfügung gestellt wurden, landesweit an Entscheidungsträger in Ministerien, Ämtern und Behörden, an Landes- und Kommunalpolitiker übergeben worden, um ein Umdenken beim Ausbau der Windkraft zulasten von Natur und Mensch zu befördern. In den Gutachten werden Verstöße gegen geltende Gesetze, insbesondere auch gegen EU-Recht aufgeführt, wie dies beispielsweise beim Versuch der Aufweichung des Tötungsverbots oder der Missachtung des Helgoländer Papiers geschieht. Die Reihe der Gutachten soll in diesem Jahr fortgesetzt werden. Dies ist dank der guten Kassenlage auch möglich.

Der Vorstand wurde einstimmig entlastet.

Matthias Kraus, zugleich Vorsitzender des Vereins Gegenwind-Weinheim e.V., wird das Amt des Vorsitzenden weiter bekleiden, was als hervorragendes Zeichen der Kontinuität gerade im Jahr der Bundestagswahl im September zu sehen ist. Zum neuen Vorstand Finanzen wurde Frau Edith Pollanka vom Heimatvogelschutz Langenburg e.V./ BI Besorgte Bürger von Langenburg/Hohenlohe gewählt. Zum Kassenprüfer wurde Walter Müller von der BI Gegenwind Husarenhof Besigheim/Ingersheim gewählt.

LV Logo MV kleinErstmalig wurden 3 Beisitzer für den satzungsgemäß vorgesehenen erweiterten Vorstand gewählt, um den verschiedenen regionalen Gegebenheiten besser Rechnung tragen zu können und angesichts steigender Mitgliederzahlen den bisher für die Betreuung und Beratung der BI vor Ort tätigen Walter Müller zu entlasten. Weiterlesen

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Kahlberg: die nächste Schändung des Odenwaldes

Die Schändung des Odenwaldes geht weiter: Am Kahlberg bei Grasellenbach wurde mit den Rodungen begonnen!

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Hier baut die EnBW fünf Windindustrieanlagen; wieder direkt in den Wald! Die EnBW, “die zur Hälfte im Besitz des grün regierten Landes Baden-Württemberg und zur Hälfte im Besitz schwäbischer Kommunen liegt” ist wegen ihrer aggressiven Windkraftpläne mittlerweile sogar bei der Windlobby BWE in Verruf geraten: die EnBW hatte bei der ersten Ausschreibung eines Off-Shore Windindustrieparks 2017 den Zuschlag erhalten, da sie komplett auf Subentionen verzichten will. Ob da die grüne Landesregierung in Baden-Württemberg ihre Finger im Spiel hatte und die Verluste quersubventioniert, wie der BWE laut Welt.de vermutet?

Nun also der Kahlberg. In der Galerie sieht man die Rodungen für die Anlagen und die Zuwegung. Die rot-markierten Bäume auf den idyllischen Bildern werden dem Wahnsinn in Kürze auch zum Opfer fallen. Der Nibelungenpfad quert hier die Verwüstungen der Windindustrie. Nach dem Mossautal, dem Greiner Eck, dem Stillfüssel der nächste Schritt zur Zerstörung des Odenwaldes!

Weitere Informationen der örtlichen Bürgerinitiativen finden sie hier.

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Sprecher der BI Kahlberg reagieren auf die kritische Stellungnahme von Landrat Engelhardt…

Pressemitteilung der BI Kahlberg vom 6.5.2017: Windpark-Kahlberg: Bürgerinitiative argumentierte – Kreis Bergstraße ignorierte!

Die kritische Stellungnahme des Bergsträßer Landrates Christian Engelhardt zum „Teilplan Erneuerbarer Energien Südhessen“ wird, seitens der BI-Kahlberg, größtenteils begrüßt. Doch nach Aussage des Landrates wäre es wichtig sachlich zu argumentieren und pauschale Aussagen der Ablehnung zu vermeiden. Genau das tut die BI-Kahlberg seit vielen Monaten! Ohne die vielen sachlich fundierten Einwände der BI-Kahlberg wären höchstwahrscheinlich keine Auflagen zu Brandschutz, Naturschutz und Trinkwasserschutz erteilt worden. Die Windkraftplaner haben zufällig alle Probleme am Kahlberg einfach übersehen. In den ersten Gutachten der Planerfirma gab es weder Trinkwasserquellen, noch Greifvögel, noch Fledermäuse und keine Kulturgüter auf dem Kahlberg. Selbst die Unterschreitung aller Mindestabstände zu Wohnhäusern (nur 570 m zu Häuser im Gassbachtal) hat niemanden interressiert! Mit Gegengutachten der BI-Kahlberg (finanziert durch private Spenden) konnte die vielfältige Problematik am Kahlberg aufgezeigt werden. Weiterlesen

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Landrat Christian Engelhardt will keine weiteren Windkraftstandorte im Kreis Bergstraße…

KREIS BERGSTRASSE – Landrat Christian Engelhardt (CDU) will erreichen, dass im Kreis Bergstraße über die drei Windparks Greiner Eck, Stillfüssel und Kahlberg hinaus keine weiteren Windkraftanlagen gebaut werden….(weiter im Darmstädter Echo…)

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Protestwanderungen und Demos im Odenwald

Zur Zeit finden im Brennpunkt Odenwald viele Protestwanderungen, Demos und Informationsveranstaltungen statt. Bitte informieren Sie sich auf unserer Homepage unter “Termine” in der rechten Spalte. Hinweise zu bei uns fehlenden Veranstaltungen nehmen wir gerne unter info@gegenwind-weinheim.de entgegen.

In Weinheim ging unsere Informationswanderung noch durch ein intaktes Landschaftsschutzgebiet. Wir konnten nur vor den Plänen der Stadt Weinheim warnen. Anders im Stillfüssel! Wir können nur empfehlen, sich vom Ausmaß der Rodungen ein eigenes Bild zu machen, einen eigenen Eindruck zu bekommen! (Lesen Sie dazu den Artikel in der RNZ, dem ein schrecklich eindrucksvolles Bild angefügt ist) (RNZ)

Hier noch einmal die Flyer der Bürgerinitiativen für die nächsten Termine:Stilfüssel_Infowanderung 20170521

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“Wollen windkraftfreien Odenwald”- Bericht in den WN über den Amoklauf der entega im Stilfüssel

Wald-Michelbach. Mit Enttäuschung haben die Mitglieder der Bürgerinitiativen (BI) Gegenwind Siedelsbrunn und Ulfenbachtal das Interview mit Dr. Marie-Luise Wolff-Hertwig, Vorstandsvorsitzende des Entega-Konzerns, zum Thema „Windpark auf dem Stillfüssel“ (OZ vom 29. März) aufgenommen. „Wir haben sehr lange darüber nachgedacht, ob wir auf das Interview überhaupt reagieren sollen“, so Vertreter der BI in ihrer Stellungnahme. Das Interview belege zum wiederholten Male, wie weit sich Manager und Politiker von der Basis und den vorherrschenden Realitäten entfernt hätten.

…weiterlesen auf der Seite der WN vom 03.05.2017: www.wnoz.de

 

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Frühlingserwachen an der blühenden Bergstrasse

Eine gelungene Veranstaltung von Gegenwind Weinheim am 29.Mai

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Gutes Wanderwetter, fast 60 Teilnehmer, interessante Vorträge über Flora und Fauna und deren Bedrohung durch WKA, Entsetzen und Unverständnis der Teilnehmer über die Pläne der Stadt Weinheim, hier in diesem Naturpark und Landschaftsschutzgebiet Vorranggebiete auszuweisen, in welche 200 m hohe lärmende Windkraftanlagen gebaut würden, das zeichnete diese gelungene Veranstaltung von Gegenwind Weinheim und dem Naturschutzverband aus.

Aktuelle Bilder aus Siedelbrunn vom Stillfüssel zeigten eindrucksvoll die gewaltige Naturzerstörung durch den Bau von Windkraftanlagen, die  bei 3 geplanten Anlagen auch dem Weinheimer Wald drohen würde. Pro Anlage müssen mindestens 10.000 Quadratmeter Wald fallen, dazu kommen breite Fahrbahnen für den Transport. Nicht zu vernachlässigen ist auch folgender Aspekt: die Waldbrandgefahr durch immer häufiger abbrennende WKA. Brennende Teile werden weit in die Umgebung geschleudert, entstehende Giftstoffe verseuchen den Wald, die Schläuche der Feuerwehr sind viel zu kurz und der Wasserdruck zu niedrig, um erfolgreich löschen zu können. Eine Katastrophe größeren Ausmaßes, wenn dies in einem heißen trockenen Sommer im Weinheimer Wald geschehen würde.

Die Wanderung endete mit Kaffee und Kuchen an einer wunderschönen Stelle mit weitem Ausblick in die Ebene und soll auf Grund des großen Erfolges wiederholt werden.

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Die Teilnehmer waren sich einig, der Bau von WKA  an der Bergstraße, einem der windärmsten Gebiete in BW, muss mit allen Mitteln verhindert werden.

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Willkommen in der Bananenrepublik

Der Begriff der Bananenrepublik ist ja landläufig bekannt. Zur Auffrischung kann die Bedeutung bei Wikipedia nachgelesen werden.

Ob es nun “Korruption oder Bestechlichkeit”, ein “nicht funktionierendes Rechtssystem”, “staatliche Willkür” oder eine Kombination derselben ist, sei dahin gestellt, aber etwas anderes als der Begriff “Bananenrepublik” kommt einem nicht in den Sinn, wenn man sich die monatliche Entwicklung der “genehmigten Windenergieleistung” 2016 ansieht!

Diese Zahlen sind in einem Diagramm von der “Fachagentur Windenergie an Land” Ausbausituation der Windenergie an Land veröffentlicht worden.

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Quelle: FA Wind (2017): Analyse der Ausbausituation der Windenergie an Land im Jahr 2016, Berlin

Während die Genehmigungen von Januar bis September 2016 sehr den Zahlen von 2015 ähneln, fand im letzten Quartal ein extremer Anstieg mit einem exorbitanten Sprung im Dezember 2016 statt. Deutlich über die Hälfte der Jahresgenehmigung 2016 fand im Dezember statt; im letzten Quartal 2016 mehr als doppelt so viel wie in den drei Quartalen davor zusammen. 36% mehr als im gesamten Jahr 2015 wurde im Dezember 2016 genehmigt!

Die Fachagentur Windenergie schreibt dazu lapidar: “In den letzten beiden Monaten des Jahres 2016 wuchs der genehmigte Leistungsumfang stark an; allein im Dezember wurden Windenergieanlagen mit rund 5.000 MW Leistung bundesweit von den Behörden bewilligt.” (FA Wind (2017): Analyse der Ausbausituation der Windenergie an Land im Jahr 2016, Berlin)

Der Grund für den extremen Anstieg ist glasklar: zum 1.1.2017 wurde die Windkraftförderung von 20 Jahre fester Vergütung nach dem Gießkannenprinzip auf ein Ausschreibungsmodell umgestellt, das den wirtschaftlichen Wettbewerb fördern soll. Die Windindustrie wollte sich also noch ihre Pfründe sichern.

Mit welcher Charakteristik einer Bananenrepublik diese Tatsache zu erklären ist, bleibt es herauszufinden. Die Leidtragenden sind zum Beispiel die Menschen und die Natur im Odenwald, wo die Genehmigungen für die Windindustrieanlagen am Stillfüssel am 30.12.2016, dem letztem Arbeitstag genehmigt wurden.

Bananenrepublik eben…

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