Wie weit reicht der Einfluß aus Stuttgart gegen den Landschaftsschutz?

Wie vor einiger Zeit HIER berichtet arbeiteten der baden-württembergische Umweltminister Franz Untersteller sowie der stellvertretende Fraktionsvorsitzender und parlamentarischer Geschäftsführer von Bündnis 90/Die Grünen Uli Sckerl aktiv daran, die wohl ablehnenden Haltung der unteren Naturschutzbehörde zur Aufhebung des Landschaftsschutzgebietes am Geiersberg zu ihren Gunsten umzubiegen. Am Montag, dem 16.10.2017 findet nun das vom Umweltministerium angestrengte "Gespräch auf Fachebene" statt, in dem "... die weitere Vorgehensweise möglichst einvernehmlich" zu klären sei. So zumindest formuliert es Flauten Franz selbst. Bei solch sanften Worten aus seinem Munde erklingen alle Alarmglocken ganz hell! Warten wir ab, was der Termin bringt ...    
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Windenergieminimum? Wieviel ist das denn?

    Stichwort "Versorgungssicherheit": am 22.09.2017 um 17:00 Uhr erreichte die Windenergieeinspeisung in Deutschland ein Minimum von 296 MW! Dabei beträgt die installierte Nennleistung von fast 29.000 Windkraftanlagen etwa 53.318MW. Dies entspricht einem Leistungsäquivalent von 0,555%.      
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Leserbrief: Realistisch, nicht destruktiv

Leserbrief in den Weinheimer Nachrichten, 26.08.2017
zu Leserbrief: Destruktive Grundhaltung, WN/OZ vom 19. August

Gleich in zwei Leserbriefen wird den lokalen Windkraftkritikern eine „destruktive Grundhaltung“ vorgeworfen. Uns werden Solar- und Windstrom als „Alternative“ verkauft, obwohl diese nachweislich nicht in der Lage sind, unser Land verlässlich mit Strom zu versorgen. Für gerade einmal 3 Prozent Beitrag zum Primärenergiebedarf wurden 28 000 Windkraftanlagen gebaut; der CO2-Ausstoß steigt weiter. Muss man sich eine destruktive Grundhaltung vorwerfen lassen, wenn man seine Wälder und Landschaften nicht einer zweifelhaften „Alternative“ opfern möchte?

Es wird kritisiert, dass die Bürgerinitiativen gegen die Windindustrie im Odenwald es als Aufgabe von Fachleuten ansehen, zuverlässige, ökologische und verlässliche Lösungen für eine echte Energiewende zu definieren. Man kann es als Ehre für diese Bürgerinitiativen ansehen, wenn von ihnen erwartet wird, Lösungen für diese komplexe Aufgabe zu entwickeln. Im Grunde ist es aber eine Bankrotterklärung für Politik, Wissenschaft und Wirtschaft, wenn den eigentlich Verantwortlichen dies nicht mehr zugetraut wird!

Einer der Autoren versucht damit zu beruhigen, dass die Genehmigung von Windkraftanlagen nur nach gesetzlichen Vorschriften und dem Einbezug von Fachleuten und deren Erkenntnissen möglich ist. Vor dem Hintergrund dieser Aussage ist es allerdings mehr als beunruhigend, dass im November und Dezember 2016 Windindustrieanlagen mit einer Nennleistung von zusammen 5,9 GW genehmigt wurden; so viel wie in den 19 Monaten davor zusammen! Die Genehmigung für die Anlagen am Stillfüssel wurden am Freitag, 30. Dezember 2016 genehmigt. Warum das beunruhigt? Weil seit dem 1. Januar 2017 das Ausschreibungsmodell gilt, bei dem das günstigste Angebot zum Zug kommt und nicht mehr wie 2016 das Gießkannenprinzip angewendet wird. Sollten hier etwa Genehmigungen durchgewunken worden sein?

Übrigens: in der mittlerweile zweiten Ausschreibungsrunde nach dem neuen Modell sind die Zuschlagswerte auf 4,28 ct/kWh gesunken; von knapp 8 ct/kWh im Jahr 2016. Und: Keine einzige Anlage in Baden-Württemberg oder im Odenwald hat bislang 2017 einen Zuschlag bekommen. Da waren die örtlichen Initiativen mit ihren Bedenken zur Wirtschaftlichkeit von Windkraft im Odenwald wohl weniger „destruktiv“ als vielmehr realistisch...

Dr. Andreas Sindlinger, Weinheim

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WN vom 18.08.2017: Nabu- Studierende sind mit Ausweis und Logo unterwegs

  Zum WN- Artikel vom 18.8.17 „Studierende sind mit Logo und Ausweis unterwegs“ „Der Artenschutz braucht dringend Unterstützung“ Unter diesem Deckmantel, mit Nabu- Logo und Ausweis, sind in Weinheim und Umgebung Werbende unterwegs. So berichteten die WN und auch Mitglieder von Gegenwind Weinheim e.V. hatten das Vergnügen des Haustürgesprächs. Wir sind auch der Meinung, daß der Artenschutz dringend Unterstützung braucht! Statt Artenschutzinformationen wird ein Flyer von BUND und Nabu, unterstützt durch die LUBW/ Herrn Untersteller welche Erneuerbare Energien- hier speziell die Windenergie- durch das Dialogforum Erneuerbare Energien“ propagieren, verteilt. Wir berichteten: http://gegenwind-weinheim.de/wordpress/forum-energiedialog/ Zitat von team even: “Beim Forum Energiedialog handelt es sich um ein professionelles Dienstleistungsangebot, das von der Erstellung von Informationsmaterialien über die Organisation und Moderation von Veranstaltungen bis hin zur Klärung von Streitpunkten und Konfliktschlichtung durch Mediationsverfahren reicht.” So ist neben dem „Faktencheck Windenergie“ auch gleich ein „Beteiligungsleitfaden Windenergie“ im Angebot. Bestes Beispiel war auch der Beitrag von Dr. Köppel vom Dialogforum Erneuerbare Energien auf der Veranstaltung vom 08.02.2015 der Grünen Schriesheim und MdL Uli Sckerl unter dem Motto „Wege zur Windkraft“. Hier handelt es sich nicht um eine ergebnisoffne Bürgerbeteiligung, sondern klar um eine Umsetzungsstrategie! Noch erschreckender als der Flyer war bei den Diskussionen an der Haustür die Unwissenheit der ortsfremden Werber über die lokalen Begebenheiten im Besonderen und die Auswirkungen der Windkraft auf den Artenschutz im Allgemeinen. So war gänzlich unbekannt, daß:
  1. In Weinheim ein Landschaftsschutzgebiet in wertvollem Erholungswald aufgehoben werden soll.
  2. Seltene Tiere sowohl im FFH Gebiet Steinbruch Wachenberg, als auch nach Untersuchungen der BI Gegenwind Hirschberg direkt an der Bergstraße betroffen wären (Bericht WN: Vogelwelt und Fledermäuse bedroht- gleich viermal der „Juchtenkäfer“)
  3. Der neue Nabu Vorsitzende in BW Herr Enssle den Ausbau der Windkraft durch Gefälligkeitsgutachten gegen den Artenschutz nicht mehr tolerieren wird. So hat z.B. der Nabu Eberbach gegen Windvorrangzonen Klage erheben müssen, um dem Artenschutz Gehör zu verschaffen.
  4. Daß Martina Lambrecht vom Nabu Kritik an der Genehmigung Stillfüssel aufgrund des Vorhandenseins von Schwarzstörchen geäußert hat.
  5. Mindestens 10 Fledermäuse pro Anlage pro Jahr getötet werden- somit bei 29.000 Windindustrieanlagen 290.000 Tiere. Unbekannt war auch, daß diese nicht erschlagen werden, sondern die Lungen platzen und sie „irgendwo“ im Wald verenden.
Der Vorstand von Gegenwind Weinheim e.V. ist über diese faktenlose, einseitige und ideologische Werbung „pro Windkraft“ in Weinheim entsetzt und wird bei den Vorsitzenden des Nabu Weinheim, Ralf Hilpert, Horst Büchler und Udo Warkentin aufs schärfste protestieren. Damit auch Sie sich ein Bild von dem verteilten Flyer machen können, stellen wir diese- nennen wir es mal "Information"- auch auf unserer Homepage zur Verfügung. Wie heisst es doch so schön auf der Homepage vom BUND mit Herrn Dr. Köppel: "Damit die Energiewende gelingt, müssen die Erneuerbaren Energien schnell ausgebaut werden. Windenergie und Naturschutz sind grundsätzlich gemeinsam möglich". (HIER)
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Unverhohlene Einflußnahme durch Umweltminister und Uli Sckerl

WN 1.8.2017 Was bitte soll das denn anderes sein als eine unverhohlene Einflussnahme auf die offensichtlich unliebsame Entscheidung einer selbstverantwortlichen Fachbehörde? Der baden-württembergische Umweltminister Franz Untersteller sowie der stellvertretende Fraktionsvorsitzender und parlamentarischer Geschäftsführer von Bündnis 90/Die Grünen Uli Sckerl arbeiten aktiv daran, die wohl ablehnenden Haltung der unteren Naturschutzbehörde zur Aufhebung des Landschaftsschutzgebietes am Geiersberg zu ihren Gunsten umzubiegen. Welchen Zweck soll sonst das "... Gespräch auf Fachebene ... möglichst einvernehmlich ..." haben? Aber lesen Sie selbst im heutigen Beitrag der WN.  
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Schriesheim: Zwei Biologen raten von Windkraft ab!

Schriesheim: Vogelwelt und Fledermäuse bedroht/ Marcel Münderle und Andreas Arnold referieren. https://www.morgenweb.de/mannheimer-morgen_artikel,-schriesheim-zwei-biologen-raten-von-windkraft-ab-_arid,1086351.html Werden Gutachten, die der Windkraftlobby nicht in den Kram passen, einfach unter den Tisch gekehrt? Werden Gesetze, die eigentlich die Umwelt und die bedrohte Fauna und Flora schützen sollen, aus Profitgier ausgehebelt? Dieser Eindruck entsteht, wenn man die Vorträge zweier hoch qualifizierter Biologen hört. Marcel Münderle und Andreas Arnold waren auf Einladung der FDP jetzt zu Gast in Schriesheim.

Münderle hat die Population der im vorderen Odenwald lebenden und brütenden Vogelwelt untersucht, Arnold ist Experte für Fledermauserfassung. Die Ergebnisse ihrer Studien in den für Windkraftanlagen ausgewiesenen Standorte haben sie dem Regierungspräsidium vorgelegt. Welche katastrophalen und dramatischen Auswirkungen die Anlagen auf viele geschützte Pflanzen und Tiere haben,...

...weiter auf der Homepage des Mannheimer Morgen.

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Neu!!! Demo in Wald-Michelbach!

Donnerstagsdemo in Wald-Michelbach jetzt um 18 Uhr!

Damit auch Berufstätige an den Donnerstagsdemos teilnehmen können, wird diese auf vielfachen Wunsch hin verlegt. Der Treffpunkt ist immer um 18 Uhr an der Bushaltestelle auf der Ludwigstrasse zwischen der ARAL- Tankstelle und Gasthof Heid.

11. DONNERSTAGS DEMO

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Windindustrieanlagen- wozu?

Wozu Windindustrieanlagen wirklich gebaut werden, hat Jeanne Klöpfer treffend illustriert: Ablasshandel-RZ Jeanne Klöpfer Dipl. Grafik- Designerin; Internetauftritt HIER
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Leserbrief: Tierschutz verkehrt!

Folgender Leserbrief ist am 08.07.17 in den WNOZ erschienen: Tierschutz verkehrt Am 22.07. hat der Bundestag – weitgehend unbeachtet von Medien und der Bevölkerung - in grünschwarzroter Eintracht das Tötungs- und Verletzungsgebot nach §44 des Bundesnaturschutzgesetzes zu Gunsten der Windkraftlobby durch folgende Ergänzung aufgeweicht: „…Zudem kann auch für Vorhaben privater Träger die Ausnahmevorschrift des § 45 Absatz 7 Satz 1 Nummer 5 in Anspruch genommen werden, wenn zugleich hinreichend gewichtige öffentliche Belange ihre Realisierung erfordern. Zu diesen Belangen gehört der Ausbau der Erneuerbaren Energien.“ Damit hat die profitorientierte Windkraftlobby expressis verbis die Lizenz zum Töten auch seltener und bisher durch das Gesetz geschützter Wildtiere erhalten. Der Artenschutz ist nur noch Makulatur. Ob der Bau von Windindustrieanlagen in Wäldern ökologisch vertretbar ist wird nicht mehr hinterfragt, da ja per se „gewichtige öffentliche Belange“ vorliegen. Offenbar genügt als Rechtfertigung das Hirngespinst, durch die Windräder z.B. im Odenwald könne das Weltklima gerettet werden. Wer nun erwartet hätte, dass Natur- und Umweltschutzorganisationen, wie z.B. der BUND, gegen diesen Freibrief zum Töten Sturm laufen würden, sieht sich leider getäuscht. Weiterlesen
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„Ich habe noch nie einen toten Greifvogel unter einem Windrad gesehen…“

...so, oder so ähnlich hören wir es immer wieder von Befürwortern der Stromwende! Nur wer die Presselandschaft genauer beobachtet, findet immer wieder schockierende Fälle, die lieber unter dem Deckmantel des Klimaschutzes gehalten werden. Und das sind nur die Zufallsfunde... "Vier tote Rotmilane in vier Wochen bei nur sechs Windindustrieanlagen sind eindeutig zu viel", so Susanne Löw, beim NABU in Gotha (Thüringen) für das Rotmilanmonitoring verantwortlich. Schutz der Tiere? Fehlanzeige! Denn die Untere Naturschutzbehörde "...sieht Handlungsbedarf...und will mit dem Betreiber über Abschaltzeiten verhandeln..." und bis dahin "...hoffen die Naturschützer daß es zu keinen weiteren Kollisionen kommt..." Da für den Ausbau der Erneuerbaren Energien das Tötungsverbot rechtzeitig aufgehoben wurde (wir berichteten: Lizenz zum töten), können die Betreiber gleich eine Ausnahmegenehmigung beantragen. Denn: Wer die Regeln macht, kann auch nicht gegen sie verstoßen!  Quelle: Thüringer Allgemeine; lesen Sie unter dem Link den ganzen Artikel. Raupe Niemehrsatt
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