Entega – Ganz leicht das Klima schützen?

Hochglanzprospekte von Energiewend-Gewinnlern halten es nicht immer ganz genau mit der Wahrheit, wie zum Beispiel den Proportionen von Windkraftanlagen. Es muss ja alles gut aussehen! Darüber hatten wir schon an anderer Stelle berichtet.

Heute (Samstag. 22.4.2017)  konnte man diese Tatsache in einer äußerst dreisten Form in den Weinheimer Nachrichten bewundern. Dort fand man auf Seite 13 eine Werbung des Energieversorgers entega.

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Quelle: Anzeige Weinheimer Nachrichten 22.4.2017

Da entega in den letzten Wochen eher negative Schlagzeilen in der Region machte – sind sie doch die Investoren für die Windindustrieanlagen am Stillfüssel bei Siedelsbrunn und damit für die gewaltigen Rodungen verantwortlich – soll das Image wohl wieder etwas aufpoliert werden.

Ganz leicht das Klima schützen” ist der Werbespruch. Schaut man sich das Bild genauer an ist “leicht” hier wohl weniger im Sinne von “einfach” zu verstehen als vielmehr als “ein kleines bisschen“. Suchen Sie doch mal. Haben Sie die “ganz leichten” Klimaschützer entdeckt? Ja, genau, am Ende der Straße befinden sich drei schnuckelige Windindustrieanlagen. Wie schön sie sich doch in die Landschaft einfügen… Und so wenig stören! Kaum höher als der Wald dahinter….

Welch dreiste Photomontage! Die Anlagen stehen näher am Betrachter als die – wahrscheinlich um die 30m hohe – Dorfkirche! Noch dazu so nah bei einander, dass die Rotoren kollidieren müssten. Moderne Windindustrieanlagen sind jedoch über 200m hoch. Sie müssten in der hübschen Werbemontage also ca. 7 mal so hoch sein!

Wenn man die Menschen bei der Energiewende mitnehmen will, wenn man ehrlich mit den Menschen umgehen will und wenn man wirklich hinter der Technologie steht, die man den Menschen verkaufen möchte, warum schenkt man den Menschen dann keinen reinen Wein ein? Befürchtet die entega, dass die Menschen diese dreiarmigen Klimaschützer doch nicht für so leicht befinden?

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Energiewende-Landschaft im Hunsrück Quelle: Naturschutz-Großprojekt Vogelsberg

 

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Waldexkursion – Frühlingserwachen an der blühenden Bergstraße

Mit Gegenwind Weinheim e.V. und Naturschutzinitiative e.V. in das Landschaftsschutzgebiet der Zweiburgenstadt Weinheim/Bergstraße

Ziel der ca. vierstündigen Exkursion – ca. 3 Stunden Wanderung plus Kaffee-Kuchen-Pause – ist der Vordere Odenwald und der Bergstraßenhang. Start ist am Samstag den 29.April 2017 um 11.00 am Parkplatz „Am Waldschwimmbad“, Gorxheimer Talstraße 40 in Weinheim. Die Leitung haben Sylke-Müller-Althauser von der Naturschutzinitiative sowie Jürgen Herrmann und Dieter Hannig von Gegenwind Weinheim. Beide eingetragene Naturschutzvereine sind gemeinnützig. Zu ihren Zielen gehört die Information über die Werthaltigkeit der einheimischen Natur. Die Vielfalt der Pflanzen- und Tierwelt, seltene Arten und die Schönheit der Landschaft stehen im Mittelpunkt. Gefährdungen sehen die Veranstalter in großen Windkraftanlagen, die durch Planungen der Stadt Weinheim ermöglicht werden sollen. Die Naturschutzinitiative möchte sich bei dieser Veranstaltung als junger, deutschlandweit aktiver Naturschutzverband vorstellen. Ebenso wie Gegenwind Weinheim legt sie wert auf politische Unabhängigkeit. Es gibt keine Beeinflussung oder Förderung durch Lobbyverbände.

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Die Demonstrationen im Odenwald gehen weiter…

Im Dreiländereck Hessen, Baden-Württemberg und Bayern tut sich was! Länderübergreifend wachen die Bewohner des Odenwaldes auf und wollen den Amoklauf der Windindustrie stoppen. 70 Industriezonen und damit bis zu 500! bis 230 Meter hohe Windkraftanlagen werden immer deutlicher zum Weckruf im Odenwald!

Die etwa 120 Protestwanderer  vom 02.04.17 in Eberbach  bewegten sich zunächst durch die Innenstadt  und erklommen dann den Weg auf den Breitenstein, eine idyllische Wiese in der Nähe eines Bauernhofes mit Blick auf das geplante Windindustriegebiet auf dem Hebert.

Wo Unrecht zu Recht wird, wird Widerstand Pflicht!

Weitere Informationen und viele Bilder auf der Seite der Organisatoren „Schutzgemeinschaft Odenwald“ (HIER) und “Vernunftkraft Odenwald”(HIER), oder in der RNZ (HIER)

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Rotmilan in Gefahr- TERRA X im ZDF

FILMTIP: KIELINGS WILDE WELT. Bedrohte Tierarten- auch vor unserer Haustür!

Endlich wachen Naturschutzverbände wie BUND und NABU- wenn auch langsam und als letztes in BW- auf! Endlich werden (Gefälligkeits-)Gutachten angefordert und überprüft. Speziell diejenigen Gutachten, die noch kurz vor Jahresende zur Genehmigung für Windkraftanlagen beitrugen. Nur dadurch kamen Investoren noch in den Genuss der höheren Förderung 2016.

Endlich steht die neugegründete Naturschutzinitiative (Gegenwind Weinheim ist Mitglied!), die zum Schutz für MENSCH und NATUR gegen Windindustriegebiete vorgehen, nicht mehr ganz allein.

Der (Artenschutz-) Konflikt zwischen Windindustrieanlagen und Rotmilan wird vom Tierfilmer Andreas Kieling im Terra X- Film “Kielings wilde Welt” ab Minute 34 sehr schön gezeigt.

(Direkt zur ZDF- Mediathek: HIER klicken)

Kielings wilde Welt

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Gefälligkeitsgutachten! Wachen BUND und NABU in BW endlich auf?

http://www.rnz.de/nachrichten/buchen_artikel,-NABU-BUND-Naturschutzverbaende-rennen-immer-haeufiger-gegen-Windraeder-an-_arid,263759.html

NABU, BUND: Naturschutzverbände rennen immer häufiger gegen Windräder an

Von Rüdiger Busch

Neckar-Odenwald-Kreis. Der Wind hat sich gedreht: Die Naturschutzverbände Nabu, BUND und LNV machen immer häufiger gegen Windkraftprojekte mobil. Dieser Tage hat das Verwaltungsgerichts Stuttgart einer Klage von Nabu und LNV gegen den Betrieb einer Anlage in Braunsbach (Landkreis Schwäbisch Hall) stattgegeben. Der Grund heißt Rotmilan. Besonders pikant: Betreiber und Gutachter sind die gleichen wie beim Projekt “Kornberg” der Gemeinden Hardheim und Höpfingen. Außerdem haben Nabu und BUND bekanntgegeben, dass sie die artenschutzrechtlichen Gutachten überprüfen möchten, auf deren Basis Ende 2016 weit über 100 Anlagen im Land genehmigt wurden…

Neben dem Artikel in der RNZ gibt es auch weitere Informationen zu “Gefälligkeitsgutachten” auf der Seite des NABU.

Mangelhafte Qualität von Artenschutzgutachten? 

NABU und BUND wollen die artenschutzrechtlichen Gutachten überprüfen, auf deren Basis die Verwaltungen Ende 2016 weit über 100 Windenergieanlagen in Baden-Württemberg genehmigt haben. (weiter HIER auf der Seite des NABU)

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750.000 € für sieben Naturparks

windbeutel-aktuell-neuNoch mehr Heuchelei geht nicht

Das Land BW fördert u.a. mit rund 100.000 € den Naturpark Neckartal Odenwald mit seinen Mitgliedsgemeinden des Wahlkreises Weinheim entlang der Bergstraße. Dazu kommt noch einmal etwa die gleiche Summe durch die EU.

Darüber freut sich auch Uli Sckerl: “Von der Förderung für Naturparks profitieren Mensch und Umwelt”.  “…Unser Naturpark leistet einen wertvollen Beitrag für die Umweltbildung unserer Kinder und Jugendlichen und trägt zum Erhalt der Vielfalt der heimischen Tier- und Pflanzenwelt bei…. Das aktuelle Insektensterben sowie der Rückgang früher häufiger Vogelarten sind eine echte Gefahr für Mensch und Natur. Und weiter: “Als Teil der Natur kann der Mensch nur leben, wenn er seine natürlichen Lebensgrundlagen bewahrt…..”

Richtig, Herr Sckerl!

Leider sieht die grüne Wirklichkeit anders aus:

 80% aller WKA in BW werden im Wald errichtet. Die Bilder der Naturzerstörung im Wald ganz nah bei uns im  “Stillfüssel” und am “Greiner Eck” in Hessen sprechen eine deutliche Sprache. Das Landschaftsschutzgebiet in Weinheim und an der Bergstraße soll auf Betreiben des  Grünen Umweltministers aufgehoben werden, obwohl sich die untere Naturschutzbehörde nach langer Prüfung dagegen ausgesprochen hat.

Haben Sie plötzlich ein schlechtes Gewissen?  Wie passt ihre Aussage, nachzulesen in den WN,  mit der tatsächlichen Vorgehensweise, mit den tatsächlichen Absichten ihres grünen Umweltministers zusammen, nämlich unseren Odenwald und die Bergstraße in ein Wind- Industriegebiet zu verwandeln?

Die traurigen Fakten für die Natur für das Rekordjahr beim Ausbau 2016 lauten:

  • 120 Anlagen gingen ans NetzAUFKLEBER Traurige Sonne
  • 204 Anlagen sind genehmigt, allein 123 noch schnell im Dezember 2016
  • 173 Anlagen im laufenden Verfahren

Die Naturzerstörung im Namen der Grünen nimmt immer schlimmere Ausmaße an.

 

  • WN vom 22.03.2017 (www.wnoz.de) (HIER)
  • wir berichteten (HIER)

 

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Energiewende- System am Ende? Windbeutel aktuell!

Energiewende – System am Ende

windbeutel-aktuell-neuUnter dieser Überschrift berichtet das Handelsblatt vom 10./11./12. März über die katastrophalen Auswirkungen der Energiewende. Mehr als 50% des Strompreises sind danach „staatlich induziert“. Nur ein Bruchteil des Strompreises entfällt auf die Stromherstellung und den Vertrieb des Stroms. Deutschland hat europaweit die höchsten Stromkosten für Industrieabnehmer, die nicht von der Energieumlage befreit sind. Dazu gehört natürlich auch das Handwerk und mittelständische Unternehmen. Hierzu der Wirtschaftsminister von NRW, Garrelt Duin: „Uns verrecken die konventionellen Energieerzeuger auf offener Strecke. Das kann so nicht weitergehen“ und „viele Politiker scheinen ausgeblendet zu haben, dass in der nächsten Legislaturperiode noch einige Kernkraftwerke vom Netz gehen. Es wird in den nächsten Jahren noch wichtiger, gesicherte Leistung in Form konventioneller Kraftwerke parat zu haben“.

Eine späte Erkenntnis! Zu spät?

Quelle: Handelsblatt vom 09.03.2017 (HIER)

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Wann fällt das nächste Windrad um? Windbeutel aktuell!

windbeutel-aktuell-neuLaut einem Bericht von SPIEGEL ONLINE sind vermutlich träge Pitch- Regler (zuständig für die Stellung der Flügel) an den vier Unglücken binnen 24 Tagen schuld. Dieser ist an 1800 Windrädern verbaut! 

“Die Windkraft ist für viele Menschen wahlweise eine friedliche, saubere Lösung der Energieerzeugung oder ein landschaftliches Ärgernis. Mit Bildern der Zerstörung dagegen wurden die oft mehr als 100 Meter hohen und dutzende Tonnen schweren Rotortürme bislang kaum in Verbindung gebracht. Um die Jahreswende, zwischen dem 11. Dezember und dem 3. Januar, änderte sich das. Binnen 24 Tagen gingen gleich vier Windanlagen kaputt. Zeitungen und TV-Sender zeigten wahlweise Windmasten, die umgeknickt und auf Feldern zerschellt waren, oder ein abgeknicktes Rotorblatt in unmittelbarer Nähe einer Bundesstraße, die aus Sicherheitsgründen einen halben Tag gesperrt werden musste….weiter in SPIEGEL ONLINE 

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Leserbriefe in den WN: Windbeutel aktuell!

Zu den Rodungen der ENTEGA im Stillfüssel und zur Aussage von Thorsten-Schäfer-Gümpel/ SPD- “In meinem Wohnort habe ich drei große Windparks vor der Tür” sind weitere Leserbriefe in den WN am 04.03. erschienen:windbeutel-aktuell-neu

  • “Perverser geht es nicht” (HIER)
  • “Rechtsbeugeministerium” (HIER)
  • “Nicht ganz die Wahrheit” (HIER)
  • “Lügner wie andere auch” (HIER)

 

Den Leserbrief unseres Mitglieds H. Freiburg in der heutigen Ausgabe der WN vom 08.03.17 finden Sie nachfolgend:

Menschenverachtend
Bürgerproteste am Stillfüssel,13./14.02.2017
SWR Landesschau vom 17.02.2017

„Man muss den Menschen einfach zugutehalten, dass sie sich erstmal aufregen und dass dies auch ihr persönliches Recht ist. Wie sie dann auf Dauer damit umgehen, das wird etwas Anderes sein. Studien zeigen in aller Regel, dass Menschen, die in der Nähe von Windkraftanlagen leben, auf Dauer sich damit ganz gut arrangieren.“ -
Ist dies die Meinung eines Profiteurs der Windkraftlobby? Die Vermutung liegt nahe. Oder die Strategie eines Konzern-Managers, der den protestierenden Mitarbeitern gerade ihre Entlassung verkündet hat? Wäre möglich. Oder die Aussage eines organisierten Umwelt- und Naturschützers? Niemals!!! Würde man gutgläubig vermuten. Leider völlig falsch!

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Windbeutel aktuell

Thorsten Schäfer-Gümpel, Fraktions-und Landesvorsitzender der hessischen SPD ,  scheint bei der Einschätzung von Entfernungen ein Problem zu haben.In Wald-Michelbach sprach er während  eines Besuchs bei der SPD auch über die Energiewende, die er unbedingt wolle. In diesem Zusammenhang hob er hervor, dass er drei Windparks vor der Haustür habe, diese ihn aber überhaupt nicht störten.

Nun ergaben Recherchen, dass die relativ kleinen Windparks zwischen 15 und 22 km von seinem Haus entfernt sind.

Die Frage sollte erlaubt sein, für wie dumm manche Politiker die Bürger halten. Hat er wirklich geglaubt, dass niemand seinen großzügigen Umgang mit der Wahrheit  aufdeckt.

Weiß er nicht, was schon  jedes Kind wissen sollte:  Lügen haben kurze Beine

(Information aus 2 Leserbriefen in den WN vom 4. 3. 2017)

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