WN Bericht zum Thema Landschaftsschutz

HIER der Zeitungsbericht vom 27.7.2016 in den

Logo WN

Ein sehr guter Artikel, vielen Dank an den Redakteur!

 

Günther Gedak gefällt dieser Artikel
Veröffentlicht unter Allgemein | Hinterlasse einen Kommentar

Ideologie vor Landschaftsschutz

Bereich badische Bergstrasse (Kartenausschnitt) (Quelle: ILPÖ im Auftrag der LUBW)

Bereich badische Bergstrasse (Kartenausschnitt) (Quelle: ILPÖ im Auftrag der LUBW)

Seit einiger Zeit liegt das Ergebnis einer von der LUBW in Auftrag gegebenen Studie der Uni Stuttgart zum Thema Landschaftsbildbewertung in Baden-Württemberg vor. Die gesamte Bergstrasse und damit auch der Weinheimer Geiersberg werden darin mit der höchstmöglichen Stufe von 10 Punkten bewertet und somit als unbedingt schützenswert bezeichnet.
Die BI Gegenwind Weinheim ist der Überzeugung, dass die von der Stadt Weinheim angestrengte und zur Zeit bei der Unteren Naturschutzbehörde laufende Beurteilung zur Aufhebung des Landschaftsschutzgebietes am Geiersberg nur unter konsequenter Berücksichtigung dieser Studie erfolgen kann.
Darüber hinaus ist die rechtliche Bewertung einer Aufhebung des LSG höchst kritisch zu sehen, was durch ein Rechtsgutachten des Landesverbandes Gegenwind BW belegt wird.

Planungskriterium Landschaftsschutz

Zu den sogenannten „weichen Tabukriterien“ bei den Planungen von Konzentrationszonen für Windindustrieanlagen gehört der Punkt Landschaftsschutz. Selbst Landschaftsschutzgebiete können nach Anleitung des Umweltministeriums LUBW (Aufhebungs- und Änderungsverfahren von LSG zugunsten von Windenergieanlagen) (1) für den Bau von WKA „passend“ gemacht werden. Gestaltungsformen werden darin genau erläutert, als vorrangige Lösung wird die Zonierung mit Ausnahmeregelung genannt. Jede Kommune wird inzwischen quasi gezwungen, Windindustriezonen zu planen. Dieses Vorgehen in BW nimmt bewusst hohe Kosten für Gutachten zum Landschaftsschutz in Kauf. Oder es ergibt sich die Situation, dass – wie aktuell in Weinheim – aufgrund des faktischen Planungszwanges die Kommunen und Behörden dazu tendieren, das Kriterium „Landschaftsschutz” weniger stark zu gewichten, um überhaupt Flächen ausweisen zu können.
Das „Institut für Landschaftsplanung und Ökologie“ der Uni Stuttgart hat im Auftrag der LUBW ( Landesanstalt für Umwelt, Messungen und Naturschutz Baden-Württemberg) die Arbeit ‘Landesweite Modellierung der landschaftsästhetischen Qualität als Vorbewertung für naturschutzfachliche Planungen, insbesondere im Zusammenhang mit der Anwendung des Windenergieerlass Baden Württemberg’ durchgeführt. (5)
Interessant ist, dass der Umweltminister Untersteller selbst die Studie in Auftrag gegeben hat, die Veröffentlichung der Ergebnisse aber aktiv behindert. Nur auf explizite Anfrage gibt die LUBW die Daten heraus. Eine öffentliche Downloadmöglichkeit ist seitens des UM ausdrücklich nicht gewünscht. Der Pressesprecher der LUBW, Herr Ralf Heineken „hatte Sorge, dass die Daten überinterpretiert werden…“ und Windkraftgegner Argumente gegen Windkraftstandorte erhalten. Angeblich seien die Karten auch nicht „kleinräumig“ genug, was auch immer das bedeuten soll. (6)

Position der Stadt Weinheim und des Landratsamtes Rhein-Neckar Kreis

Bei der Unteren Naturschutzbehörde in Heidelberg liegt seit November 2014 der Antrag der Stadt Weinheim vor, das Landschaftsschutzgebiet auf dem Geiersberg für eine Konzentrationszone der Windkraft aufzuheben.
In der Begründung zur Änderung der LSG VO wird im Schreiben vom 19.05.2015 durch das Landratsamt Rhein-Neckar die Schutzwürdigkeit des LSG und deren Beeinträchtigung durch die Planungen bewertet. Das bezahlte Gutachten der Stadt Weinheim sieht nur eine „geringe Funktionsbeeinträchtigungen des Landschaftsbildes“. (3) Eine Zonierung des LSG sei geeignet, einen „wirksamen Beitrag zum Klimaschutz … zu leisten“.

Position der Regionalplanung der Metropolregion

Die Naturraumeinheit Bergstrasse (inklusive Pufferzone) soll unter Aspekten des
Landschaftsbildes in Analogie zu den linksrheinischen Naturraumeinheiten Speyerer Rheinniederung, Maxauer Rheinniederung, Haardtrand Pfälzerwald, Hügelland der Haardt und nördliche Weinstrasse von Windenergieanlagen freigehalten werden.
Der Bergstrassenrand und das Neckartal weisen die höchsten Werte in Bezug auf die Landschaftsbildqualität in der Metropolregion auf. (4) Leider verhindert dies seit der Änderung des Landesplanungsgesetzes in Baden-Württemberg 2012 nicht, dass kommunal doch Windenergieanlagen in diesen Zonen errichtet werden.

Folgende Fragen drängen sich auf:

  • Wieso wird eine von der LUBW selbst in Auftrag gegebene Studie zur Landschafts-bildbewertung nicht aktiv verteilt und genutzt?
  • Wieso werden Gebiete mit hoher Landschaftsbildqualität (wie es auch die Regionalplanung der Metropolregion vorsieht) nicht von vornherein von Windkraftplanungen auf regionalplanerischer Ebene ausgeschlossen?
  • Wieso werden hohe Planungskosten aller einzelnen Kommunen in Kauf genom-men und damit Steuergelder verschwendet?
  • Wieso werden politische und ideologische Ziele zum Windkraftausbau über die Transparenz eines Planungsverfahrens gestellt?

Die Bürgerinitiative Gegenwind Weinheim musste erst mühsam über die Uni Stuttgart und das Institut ILPÖ an die zurückgehaltenen Daten der Landschaftsbildbewertung kommen. Die in der Karte dargestellten Ergebnisse zeigen eindeutig die höchste Kategorie von zehn (10) in Punkto Landschaftsbildbewertung am Geiersberg in Weinheim.

ILPO Studie Landschaftsbild - Ausschnitt FB4 Weinheim Geiersberg

FB4 am Geiersberg Weinheim (Kartenausschnitt) mit Bewertungsskala (Quelle: ILPÖ im Auftrag der LUBW)

Deutlich ist die höchste Bewertung für die gesamte Bergstrasse zu erkennen:

Bereich badische Bergstrasse (Kartenausschnitt) (Quelle: ILPÖ im Auftrag der LUBW)

Bereich badische Bergstrasse (Kartenausschnitt) (Quelle: ILPÖ im Auftrag der LUBW)

Warum keine Anwendung der Studienergebnisse an der Bergstrasse?

Fast alle Konzentrationszonen des Nachbarschaftsverbandes und Weinheims liegen in einem Gebiet, welches nach der von der LUBW beauftragten Studie die höchste Landschaftsbildqualität zehn (10) aufweist. Diese Planungen können zum Bau von bis zu 80 Windkraftanlagen entlang der Bergstrasse führen.
Auch im Nachbarschaftsverband müsste das Landschaftsschutzgebiet zuerst aufgehoben werden, bevor eine Zone für Windindustrie ausgewiesen werden könnte.

Wenn der am höchsten bewertete Naturraum der Metropolregion, die Bergstrasse und das Neckartal, nicht zu einem Ausschluss von Windkraftplanungen führt, wird das Kriterium Landschaftsschutz in BW ad absurdum geführt. Dann sollte ehrlicherweise davon gesprochen werden, dass ein „weiches Tabukriterium “Landschaftsschutz“ aus ideologischen Gründen nicht vorgesehen bzw. nicht erwünscht ist!

Rechtliche Betrachtung

Der Windenergieerlass Baden-Württemberg vom 9. Mai 2012 ist unter anderem bezüglich des Schutzguts „Landschaftsbild“ sehr einseitig gestaltet und berücksichtigt aus politischen und wirtschaftlichen Gründen dieses Schutzgut nicht in dem Umfang und nicht in der Intensität, wie dies rechtlich geboten wäre.
Es hat sich gezeigt, dass der Erlass an vielen Stellen nur `die halbe Wahrheit´ aufführt, die obergerichtliche Rechtsprechung nicht berücksichtigt und die Zusammenhänge unvollständig und daher letztlich verzerrt darstellt.
Es hat massive und dauerhafte Folgen, wenn der Windenergieerlass die Praxis bestimmt, ohne dass die rechtlichen Vorgaben und die obergerichtliche Rechtsprechung hinreichend beachtet werden. Denn es werden dadurch irreversible Tatsachen zugunsten der Windkraftindustrie und zulasten des Schutzguts „Landschaftsbild“ geschaffen und damit ein Zustand hergestellt, der nicht nur gegen bundesdeutsches Recht verstößt, sondern auch gegen europäisches Unionsrecht.

Position und Forderungen der Bürgerinitiative Gegenwind Weinheim

Eine Aufhebung des LSG in Weinheim ohne Einbeziehung der zitierten Landschaftsbildstudie sowie der tatsächlichen rechtlichen Randbedingungen wäre sachlich falsch und würde das gesamte Verfahren ad absurdum führen.
Die Bürgerinitiative Gegenwind Weinheim fordert im Verbund mit den anderen Initiativen der Bergstrasse, bei der Bewertung des Landschaftsbildes der badischen Bergstrasse die Ergebnisse der ILPÖ Studie unbedingt zu berücksichtigen. Die Planung in kleinen Gebieten einzelner Kommunen muss zum Wohle des Gesamteindrucks der Kulturregion Bergstrasse überregional, also in weitläufigen Gebietsgrenzen wie zum Beispiel der gesamten Metropolregion erfolgen.

Quellenverzeichnis:
(1) Aufhebungs- und Änderungsverfahren von LSG zugunsten von Windenergieanlagen LUBW
(2) Aufhebung durch „Sachlicher Teilflächennutzungsplan Windenergie“ (Büro faktorgrün)
(3) Schreiben Landratsamt: Begründung bzw. Würdigung zur Änderung der LSG VO vom 19.05.2015
(4) Umweltbericht Teilregionalplan Windenergie
(5) ILPÖ der Uni Stuttgart: Flächendeckende Landschaftsbildbewertung
(6) http://www.stuttgarter-zeitung.de/inhalt.windkraft-studie-zur-landschaft-wird-ausgebremst.c67594c6-6ffc-410f-842c-85d2555c0169.html
(7) Rechtsgutachten Sozietät CL – Caemmerer Lenz, Karlsruhe „Das Schutzgut „Landschaftsbild“ im Windenergieerlass Baden-Württemberg vom 9. Mai. 2012“ im Auftrag des Landesverbandes baden-württembergischer Bürgerinitiativen gegen Windkraftanlagen in Natur- und Kulturlandschaften e.V.

Veröffentlicht unter Bericht, Landesverband Gegenwind BW, Naturschutz, Politik | 2 Kommentare

So are they all, all honourable men!

GRÜNER FILZ

Nachdem die ehemalige Präsidentin Frau Pilarsky- Gorsch des BWE (Bundesverbandes WindEnergie) inzwischen Geschäftsführerin des BUND Landesverbandes in Stuttgart ist, dreht sich das Personalkarussell der ehrenwerten Gesellschaft weiter.

Wir dürfen Andre Baumann gratulieren: nach der Unterstützung im Wahlkampf und Innehalten des NABU BW bei Schutzabständen zu Rotmilanen von nur 1000m (entgegen der Haltung des NABU Deutschland, Herr Lachmann!) wechselt er vom Vorsitz des NABU BW als Staatssekretär ins (GRÜNE) Umweltministerium. (HIER) Er freut sich “auf die enorme Herausforderung, in der Landesregierung künftig für den Natur- und Umweltschutz tätig zu sein.” Er kann sicherlich seine Erfahrung als “Naturschützer” einbringen, bei:

  • Fachseminare zur Umweltplanung von Windenergieanlagen (HIER)
  • die erfolgreiche Serie ” Windbranchentag in BW “ mit Unterstützung der LUBW wird ganz bestimmt fortgesetzt…(wir berichteten)
  • um die Ausbauziele in BW zu erreichen, müssen Argumente gegen Schutzabstände, wie von den den staatlichen Vogelschutzwarten empfohlen, gefunden werden. Nicht nur beim Rotmilan! (Artikel DIE WELT: Sterben für die Wende)
  • Schulungen des “Dialogforums Erneuerbare Energien” durchführen. Dabei stellt die LUBW sicher, daß die Naturschützer vor Ort mit den “Planungshilfen” (Fledermäuse + Vögel) der LUBW richtig umgehen. Ziel der Veranstaltung ist, beim verfassen einer Stellungnahme zu Windkraftanlagen “die Fakten richtig zu bewerten und einzuordnen”. Beispiel einer Veranstaltung (HIER).

Besonders hervorzuheben ist seine Aussage: “In seiner Arbeit war es Baumann stets wichtig, dass der NABU zwar politisch tätig war, dabei aber immer parteipolitisch neutral blieb.”

Wahrscheinlich konnte er sich gerade aufgrund der gelungenen und gelebten strikten Trennung von Naturschutz und Politik für den Posten des Staatssekretärs im Umweltministerium weiterempfehlen!

Matthias Monien gefällt dieser Artikel
Veröffentlicht unter Allgemein | Hinterlasse einen Kommentar

ROTMILAN UND WINDINDUSTRIE

In Ergänzung zum Artikel „Gegenwind Weinheim tritt der Naturschutzinitiative bei“ möchten wir auf die Konsequenzen des geringen 1000 m Abstandes zu Rotmilanen eingehen. Dieser wurde von den staatlichen Vogelschutzwarten (1)  in einer aufwendigen Untersuchung auf 1500 m festgelegt. Das Land BW torpediert diese Forderung, um die Ausbauziele nicht zu gefährden. Beispiele sind die Seiten der LUBW (s.67) (HIER).  Oder das Schreiben des Ministeriums für ländlichen Raum und Verbraucherschutz (150717_mlrbawue_rotmilan_antwort). Dabei wird von den „naturräumlichen Gegebenheiten“ in BW gesprochen, die dem Rotmilan „im näheren Umfeld seines Horstes ausreichende Nahrungshabitate bietet“. Lausiger, und durchsichtiger, kann man einem unerwünschten Gutachten der staatlichen Vogelschutzwarten nicht widersprechen!

NABU DEUTSCHLAND ERKENNT DIE LOBBYISTEN DER WINDINDUSTRIE

Auch von der Windindustriebranche wird der Versuch unternommen, den Artenschutzkonflikt zwischen Windenergie und dem Schutz von Greifvögeln zu negieren. Dies geschieht z.B. mit Studien wie „Rotmilan und Windenergie: Ein Scheinproblem“ (2)
Der Referent für Vogelschutz des NABU, Herr Lars Lachmann hat in einem Faktencheck (HIER) zum Rotmilan Stellung genommen.

Zusammengefasst kann festgestellt werden:

  • Bestand des Rotmilan: wird seit 1988 durch monitoring präzise erfasst. Einen Bestandsrückgang, mit Tiefstand 2009, gibt es im nordwest- und nordostdeutschen Tiefland, wo die Windenergie intensiv genutzt wird. In westlichen Mittelgebirgen ist der Bestand stabil. „Regionale Zunahmen, besonders in BW, wo die Windenergienutzung bis 2014 minimal war“ sind zu beobachten. Generell ist der europäische Bestand des Rotmilans langfristig rückläufig.
  • Kollisionsrisiko: inzwischen mit 27% die wesentliche Todesursache. (Brandenburg). Stromschlagverluste, gern als Gegenargument verwendet, gehen zurück (10,4% aller Totfunde), während seit 2011 die Verluste durch WEA auf 8,9% im Jahr 2015 gestiegen sind. Damit gleichen die Kollisionsverluste den Rückgang der Stromschlagverluste aus. Ausserdem würde der Netzausbau für erneuerbare Energien neues Gefährdungspotential schaffen.
  • Ausweichverhalten: entgegen der Aussage von Studien der Windenergielobbyisten (Kohle 2016) gibt es kein „ausgeprägtes Ausweichverhalten“. Der Rotmilan jagt im unmittelbaren Umfeld der WEA, besonders im Frühjahr und Sommer. Dies ist durch Telemetrieuntersuchengen in Deutschland und Österreich belegt (Hötker 2013). Dabei kam es auch zu Kollisionen.

Weiterlesen

Veröffentlicht unter Allgemein, Naturschutz | 1 Kommentar

Gegenwind Weinheim tritt der Naturschutzinitiative e.V. bei

Logo Naturschutzinitiative 1jpeg

DIE NATURSCHUTZINITIATIVE 

Nach dem engagierten Vortrag von Harry Neumann auf unserem 4. FORUM, hat Vorstand und Beirat von Gegenwind Weinheim e.V. einstimmig beschlossen, der Naturschutzinitiative beizutreten. Diese ist inzwischen in 5 Bundesländern (RP, H, BW, NRW und das Saarland) aktiv und neben VLAB (Verein für Landschaftspflege und Artenschutz) für Bayern der einzige Verband, der zum Schutz der Natur und des Lebensraumes der Menschen, komplett gegen einen weiteren ungezügelten Ausbau der Windindustrie ist. Damit werden unsere satzungsgemäßen Ziele, die Bergstraße und den Odenwald von Windindustrieanlagen freizuhalten, am ehesten unterstützt. Weitere Informationen auf der Homepage der Naturschutzinitiative und im Artikel der Schwäbischen Zeitung „Neue Konkurrenz für Umweltverbände“.

NABU UND BUND IN BADEN-WÜRTTEMBERG

NABU und BUND in BW setzen weiter auf die Windindustrie, obwohl diese erwiesenermaßen nicht zur Verringerung der CO2- Ziele beiträgt. Schulter an Schulter fordern beide in einem Energiewendeprojekt (HIER) den weiteren Ausbau. Selbstverständlich „naturverträglich“. Projektleiter Martin Köppel hat nach Einladung durch DIE GRÜNEN, noch im Februar 2015 in Dossenheim die Windkraftplanungen des Nachbarschaftsverbandes erläutert. (Wohin mit den Windkraftanlagen; Artikel in der RNZ). Inzwischen wird aber immer deutlicher, daß diese Energie nicht so sauber, nicht so grün und nicht so naturverträglich ist wie behauptet. Der BUND hat zusätzlich, nachdem er 1998 zusammen mit dem Bundesverband Windenergie (BWE) die Naturstrom AG gegründet hat, einen massiven Interessenkonflikt.

Weiterlesen

Veröffentlicht unter Allgemein, BUND, NABU, Nachbarschaftsverband, Zeitung | Hinterlasse einen Kommentar

Stellungnahme der BI Gegenwind Weinheim zu den Ergebnissen Bürgerbeteiligung im Nachbarschaftsverband HD-MA

WN 11.6.2016

Grundsätzlich wurden die Rückläufe zur Bürgerbeteiligung vom Nachbarschaftsverband Heidelberg-Mannheim ausführlich ausgewertet und klar dargestellt, alle Unterlagen sind im Netz gut verfügbar (siehe HIER).

Leider wird in der Einleitung des Kurzberichts für den nicht sachkundigen Bürger wieder einmal der falsche Eindruck erweckt, daß Konzentrationsflächen für die Windindustrie ausgewiesen werden müssen. „Gar keine Flächen für Windenergieanlagen zur Verfügung zu stellen“ sei nicht möglich, da „dies mit der gesetzlich vorgesehen Privilegierung von Windenergieanlagen nicht in Einklang steht.“. Der Bürger soll glauben, daß es keine Alternativen gibt – dem ist aber genau nicht so.

Weiterlesen

Ulrich Leyhe gefällt dieser Artikel
Veröffentlicht unter Allgemein, Dossenheim, Nachbarschaftsverband, Naturschutz, Politik, Rippenweier, Stadt Weinheim, Verbund Weinheim | 1 Kommentar

MDR: Exakt – Die Story: Wahnsinn Windkraft! Link zur Sendung!

Windräder soweit das Auge reicht. Dass Sachsen-Anhalt bei der Dichte an Windkraftanlagen bundesweit auf Platz drei liegt, ist nicht zu übersehen. Zwei Prozent der Landesfläche sind aktuell damit bebaut. Und es sollen noch mehr werden und noch größere.

Doch inzwischen wächst die Zahl der Windkraftgegner. Naturfreunde beklagen schädliche Auswirkungen auf die Tierwelt. Immer wieder geraten Vögel in die Reichweite der Rotoren und werden getötet. Der Konflikt spaltet inzwischen ganze Dörfer. So wie Zeppernick im Jerichower Land. Drei Viertel der Einwohner haben hier gegen einen neuen Windpark unterschrieben. Sie fürchten um den streng geschützten Rotmilan, der dort heimisch ist. “Es kann nicht sein, dass ich mit Windkraft Naturräume von Menschen und Tieren zerstöre, um angeblich Natur zu sichern. Da sehe ich einen Widerspruch.”, sagt Henry Bartholomäus, Sprecher der Zeppernicker Bürgerinitiative. Weiterlesen

Katja Sauer gefällt dieser Artikel
Veröffentlicht unter Allgemein, NABU, Naturschutz, Politik, Presse überregional | Hinterlasse einen Kommentar

4. Forum Gegenwind Weinheim

Windindustrie im Wald  GEGEN Landschafts-und Artenschutz

GW_FORUM 4Am Montag, 30.5. 2016 fand das 4. Forum von Gegenwind Weinheim e.V. im Rolf-Engelbrecht-Haus statt. Leider tobten an diesem Abend heftige Unwetter, so dass nicht ganz soviele Besucher wie gewöhnlich teilnehmen konnten.

 

Schade, denn nach Meinung der meisten Besucher war es das beste aller Foren.

Hauptredner des Abends waren die engagierten Naturschützer Sylke Müller-Althauser und  Harry Neumann von der neugegründeten, von Industrie- und staatlichen Fördergeldern unabhängigen Naturschutz-Initiative e.V. Neumann war bis Ende 2014 Landesvorsitzender des BUND Rheinland-Pfalz und verließ diesen aus Protest gegen die massiven Verquickungen des BUND mit der Windindustrie. Sylke Müller- Althauser  unterstützt ihn als  2. Vorsitzende und ist wohnhaft im Windindustriepark Hunsrück. Weiterlesen

Sascha Pröhl gefällt dieser Artikel
Veröffentlicht unter Forum Gegenwind Weinheim | Hinterlasse einen Kommentar

8. Windbranchentag in BW am 23.06.16

In Ergänzung zum Filz im Panoramabeitrag und der Lärmproblematik bei nur 700 Meter Abstand zur Wohnbebauung möchte ich auf den 8. Windbranchentag in Baden- Württemberg hinweisen.

Dort kann man sofort ersehen wohin die Reise in Punkto Windindustriegebiete bei uns geht. In trauter Gemeinsamkeit laden der Bundesverband Windenergie (BW) und das Ministerium für Umwelt, Klima, und Energiewirtschaft ein. Vielsagendes Thema:

NOCH MEHR WIND(ENERGIE) IN BADEN- WÜRTTEMBERG.

Lesen Sie dazu den Flyer:

Unable to display PDF
Click here to download

Unterstützer sind selbstverständlich Namen wie: windcluster BW, WEBW (Windenergie BW) oder auch die Firma JUWI. Akteure auf dem Windbranchentag sind laut eigener Aussage: “…Hochrangige Vertreter aus Politik, Verwaltung und Windbranche…”

Moderation: Dr. Walter Witzel, seit 2006 Landesvorsitzender des Landesverbandes WE (WindEnergie).

Übrigens: Dr. Walter Witzel hat noch im Januar 2014 in einem Interview der Zeitschrift “Umwelt Direkt” in einer Gegenüberstellung der Argumente (hier: Schwachwindstandort in Weinheim!) mit der damals noch jungen Bürgerinitiative Gegenwind Weinheim selbst geantwortet: “Wir vom BWE empfehlen eine durchschnittliche Windgeschwindigkeit von etwa 6m/s in einer Nabenhöhe von 100 Metern. Wird das nicht erreicht, ist in der Tat zu prüfen, ob dieser Standort geeignet ist. Deshalb plädieren wir vom BWE zwar grundsätzlich für Windenergie, aber nicht um jeden Preis.”

 Wenn er sich an seine eigenen Aussagen hält, wären wir windkraftfrei!

Aber schon die Inhaltsübersicht liest sich wie ein Fahrplan ins Gruselkabinett der Windindustrie: Weiterlesen

Veröffentlicht unter Allgemein, Politik | Hinterlasse einen Kommentar

Sendung PANORAMA: Landkreis genehmigt sich Windparks selbst!

Die  Sendung PANORAMA befasst sich im Beitrag (HIER) vom 17.05.16 mit Filz im Zusammenhang mit Windkraft. Da im windreichen Norddeutschland die Auswüchse der Windkraft früher begannen, kommen die krassesten Beispiele auch (noch) von dort.

Unter dem Motto “Landkreis genehmigt sich Windparks selbst”, kommen endlich nach einer Protestaktion die Anwohner zu Wort. Diese prangern an: der Landkreis Aurich BEANTRAGT, GENEHMIGT, BETREIBT, VERDIENT an den Windkraftanlagen. Und ist gleichzeitig AUFSICHTSBEHÖRDE! Und der Bürger ist der Dumme!

Nach zwei Jahren Hinhaltetaktik in Punkto Lärmmessungen platzt den Bürgern der Kragen: Sie besetzen als “Lärmflüchtlinge” das Rathaus und beantragen “Schlafasyl”! Das Nichtstun und Abwiegeln wird noch vor laufender Kamera vom Kontrolleur verschwurbelt erklärt: “…bis die Bedingungen für Windmessungen stimmen, gehen schon mal 2-3 Jahre ins Land…”

Weiterlesen

Veröffentlicht unter Allgemein | Hinterlasse einen Kommentar